US-Senat: Republikaner verhindern stärkeres Mitspracherecht im Irankrieg

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Mit einer Resolution wollten die Demokraten Donald Trump dazu zwingen, Mitsprache beim Krieg gegen den Iran zu erhalten. Das scheiterte an den Republikanern im Senat.

Aktualisiert am 5. März 2026, 1:07 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa,

 Der republikanische Abgeordnete John Barraso spricht nach der Abstimmung im US-Kapitol mit Journalisten.
"Die Demokraten würden lieber Donald Trump blockieren, als Irans nationales Atomprogramm zu zerstören": Der republikanische Abgeordnete John Barraso spricht nach der Abstimmung im US-Kapitol mit Journalisten. © Andrew Harnik/​Getty Images

Im US-Senat ist ein Versuch gescheitert, die Befugnisse von Präsident Donald Trump im Irankrieg zu beschneiden. Die sogenannte Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) wurde in der Kongresskammer mit der Mehrheit von Trumps Republikanern abgelehnt. 53 Senatoren stimmten gegen die Resolution, 47 Senatoren dafür. Bei beiden Parteien gab es jeweils einen Abweichler, der sich der Gegenseite anschloss: Bei den Demokraten Senator John Fetterman und bei den Republikanern Senator Rand Paul.

Mit der Resolution sollte Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen den Iran ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen. Eingebracht worden war der Text vom Demokraten Tim Kaine und dem Republikaner Paul, der Militärinterventionen grundsätzlich skeptisch sieht.

Kaine kritisierte im Vorfeld der Abstimmung, Trump habe dem Kongress "keinerlei Beweise vorgelegt, dass die USA einer unmittelbaren Bedrohung durch den Iran ausgesetzt waren". Paul begründete seinen Widerstand mit der US-Verfassung. Danach hat eigentlich der Kongress die Befugnis, Kriege zu erklären. US-Präsidenten beider Parteien haben sich seit dem Zweiten Weltkrieg aber immer wieder darüber hinweggesetzt.

Ähnliche Resolution im Repräsentantenhaus geplant

Der republikanische Senator John Barrasso sagte während der Debatte, dass die Demokraten falsch lägen, eine Abstimmung über die Kriegsbefugnisse zu erzwingen. "Die Demokraten würden lieber Donald Trump blockieren, als Irans nationales Atomprogramm zu zerstören", fügte er hinzu.

Die Abstimmung im Senat galt als Stimmungstest für Trump, dessen Republikaner in beiden Kongresskammern eine knappe Mehrheit haben. Am Donnerstag soll im US-Repräsentantenhaus über eine ähnliche Resolution abgestimmt werden. Der Ausgang hat aber angesichts des Scheiterns der Resolution im Senat nur noch symbolische Bedeutung.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Einrichtungen in der Golfregion.

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