Es sah alles nach einem rundum unbeschwertem Termin aus: Jim Carrey, 64, sollte am vergangenen Donnerstag bei der Verleihung der César-Awards in Paris den Ehrenpreis bekommen. Der kanadisch-amerikanische Schauspieler, Komiker und Künstler wollte nach Frankreich reisen, um seine Trophäe persönlich in Empfang zu nehmen. Minutenlang applaudierte ihm das Publikum. Er selbst bedankte sich in einer Ansprache auf Französisch bei den Wegbegleitern seiner Karriere und erinnerte daran, dass sich unter seinen Vorfahren ein Franzose befand – vor etwa 300 Jahren.
Seit dem Auftritt dominiert allerdings weniger Carreys Talent oder seine Auszeichnung die Schlagzeilen. Sondern sein Äußeres. Die Augen, die Wangen, die Stirn... der Carrey aus Paris hatte mit dem bekannten Carrey von der Leinwand scheinbar nur noch wenig gemeinsam. Und so kam schnell die Frage auf: War das wirklich Carrey selbst, der da auf der Bühne stand? Oder hatte er ein Double geschickt?
In die anhaltende Debatte hat sich nun der Generaldelegierte der César-Akademie, Gregory Caulier, eingeschaltet. Er nannte den Auftritt Carreys authentisch und einen »historischen Moment«. In einer Erklärung an das Branchenblatt »Variety« bezeichnete Caulier die Gerüchte als ein »Nicht-Thema«: Der Schauspieler habe sich monatelang auf den Auftritt in Paris vorbereitet und immer wieder Rücksprache gehalten, um die französische Aussprache einzelner Passagen seiner Rede zu perfektionieren.
Carrey sei »mit seiner Partnerin, seiner Tochter, seinem Enkel und zwölf engen Freunden und Familienmitgliedern« nach Paris gekommen, schreibt Caulier. Auch der langjährige Publizist des Schauspielers sei dabei gewesen. »Ich erinnere mich nur an seine Großzügigkeit, seine Freundlichkeit, seine Güte und seine Eleganz.«
Ein Sprecher Carreys sagte dem »People«-Magazin am Montag kurz und knapp: »Jim Carrey nahm an der César-Verleihung teil, wo er seinen Ehrenpreis entgegennahm.«

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