Auch am vierten Tag des Irankriegs gehen die Angriffe und Gegenattacken in der Region unvermindert weiter. Zuletzt forderte das US-Außenministerium alle Staatsbürgerinnen und -bürger auf, den Nahen Osten zu verlassen.
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Das ist der Hintergrund, vor dem Melania Trump als erste First Lady eine Sitzung des Uno-Sicherheitsrates geleitet hat. Die 55-Jährige sagte in ihrer Ansprache Sätze wie »Frieden muss nicht fragil sein« und »Konflikte entstehen aus Unwissenheit heraus«. Die USA setzten sich für alle Kinder auf der ganzen Welt ein, betonte Trump weiter. »Ich hoffe, dass ihr bald Frieden haben werdet.«
Den militärischen Konflikt im Nahen Osten erwähnte sie dabei nicht explizit. Trump leitete eine Sitzung des mächtigsten Uno-Gremiums zum Thema Kinder, Technologie und Bildung in Konfliktsituationen. Die Übernahme des Vorsitzes durch die First Lady stieß teilweise auf Verwunderung und Kritik. Die Sitzung schloss sie mit dem Satz: »Ich wünsche Ihnen allen viel Kraft bei der Bewahrung des Friedens in der Welt.«
Die USA haben in diesem Monat turnusmäßig den Vorsitz im wichtigsten Uno-Gremium übernommen, was auch die Leitung der Treffen beinhaltet. Üblicherweise führen Uno-Botschafter oder Regierungsvertreter durch die Sitzungen des 15-köpfigen Gremiums.
Ihren Partnern und Partnerinnen war bislang meist das Rahmenprogramm von Veranstaltungen der Vereinten Nationen vorbehalten. Im Rahmenprogramm der Uno-Vollversammlung 2017 beispielsweise hielt Melania Trump bei einem Mittagessen eine kurze Ansprache, bei der es ebenfalls um Bildung und Schutz von Kindern ging. Ihr Auftritt war bereits vor dem Beginn des Angriffs auf Iran angesetzt gewesen.
Irans Uno-Botschafter Amir Saeid Iravani (am 28. Februar)
Foto: Lev Radin / ZUMA Press Wire / dpaVon der Uno wurde der Sitzungsvorsitz der First Lady begrüßt. Es sei ein Zeichen der Wertschätzung der USA für den Sicherheitsrat, hatte ein Sprecher von Generalsekretär António Guterres im Voraus gesagt.
Der Uno-Botschafter Irans kritisierte den Zeitpunkt einer Sitzung mit einem derartigen Thema und warf den USA und Israel erneut vor, für einen Angriff auf eine Schule mit vielen getöteten Kindern verantwortlich zu sein. Nach Angaben des iranischen Uno-Botschafters Amir Saeid Iravani kamen 165 Schülerinnen ums Leben. Er nannte die Einberufung des Treffens durch die USA »zutiefst beschämend und heuchlerisch«. (Mehr zu den Angriffszielen in Iran lesen Sie hier.)
Israel hatte den Vorwurf des Angriffs auf die Schule zurückgewiesen. »Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt«, sagte der israelische Militärsprecher Nadav Nadav Shoshani. Die USA erklärten, sie würden niemals eine Schule bombardieren.
Besonders die scharfe Kritik ihres Mannes an den Uno hatte die Frage der Beweggründe der First Lady für den Sitzungsvorsitz aufgeworfen. Dass die dritte Ehefrau Donald Trumps mitunter Positionen vertritt oder Signale sendet, die nicht deckungsgleich mit denen ihres Mannes sind, ist dabei nicht neu. Einige Beobachter vermuten etwa eine Strategie des Kommunikationsmixes des Ehepaars Trump dahinter.
Schwieriges Verhältnis der USA zur Uno
Der Auftritt erfolgt zudem vor dem Hintergrund eines angespannten Verhältnisses zwischen der Regierung von US-Präsident Donald Trump und den Vereinten Nationen. Trump hat die Organisation in der Vergangenheit wiederholt als ineffektiv bezeichnet und den Austritt seines Landes aus zahlreichen Uno-Organisationen bewirkt. Nach Uno-Angaben schulden die USA der Organisation noch viele Milliarden Dollar.
Es war auch der erste offizielle Besuch der First Lady in dem Gebäude nach dem sogenannten Rolltreppen-Gate: Der US-Präsident und seine Frau waren bei ihrer Ankunft zur Uno-Generalversammlung im September auf eine Rolltreppe gestiegen, die dann abrupt anhielt. Präsident Trump hatte der Vorfall so erzürnt, dass er im Anschluss die «Verhaftung» der Verantwortlichen gefordert hatte.
Ergebnisse einer vorläufigen Untersuchung zeigten Uno-Angaben zufolge, dass ein eingebauter Sicherheitsmechanismus am oberen Ende der Rolltreppe ausgelöst worden war. Dieses Mal bewältigte Malania Trump die Fahrt auf der Rolltreppe ohne Zwischenfälle.

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