Schwangerschaftsabbrüche: Auch in Europa sind Frauenleben gefährdet

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In manchen europäischen Ländern sind Schwangerschaftsabbrüche nahezu unmöglich. Die EU hätte mit einem Reisefonds für Betroffene helfen können – aber traut sich nicht.

3. März 2026, 7:30 Uhr

 Demonstrantinnen in Polen bei einem Protest gegen das restriktive Abtreibungsgesetz 2024
Demonstrantinnen in Polen bei einem Protest gegen das restriktive Abtreibungsgesetz 2024 © Wojtek Radwanski/​AFP/​Getty Images

Im Verborgenen durchgeführte Schwangerschaftsabbrüche. Frauen, die an schweren Schwangerschaftskomplikationen zu versterben drohen. Ärzte, die sich weigern, ihnen zu helfen, weil sie hohe Strafen befürchten. All das ist nicht nur der neue Alltag in US-Bundesstaaten wie Texas oder Tennessee, seitdem der Supreme Court 2022 das grundsätzliche Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch abgeschafft hat. Das passiert auch in Europa.

In Polen sind laut dem Center for Reproductive Rights in den vergangenen Jahren mindestens sieben Frauen gestorben, denen ein Schwangerschaftsabbruch nicht rechtzeitig gewährt wurde. Die Beihilfe zu einem solchen Abbruch kann mit mehreren Jahren Haft bestraft werden. Mediziner zögern daher oft, auch wenn das Verbotsgesetz in Polen Ausnahmen vorsieht, wenn Lebensgefahr für die Schwangere besteht.

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