Iran-Überblick: USA versenken iranisches Kriegsschiff, Iran verschiebt Trauerfeier

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Die USA haben ihre Angriffe verstärkt und ein Kriegsschiff zerstört. Der Iran verschob die geplante Trauerfeier für Chamenei und reagierte mit Gegenangriff. Der Tag

4. März 2026, 20:08 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, Reuters, AP,

Die USA und Israel haben ihre Angriffe im Iran fortgesetzt, aber auch ein Kriegsschiff im Indischen Ozean ins Visier genommen. Ein amerikanisches U-Boot habe in internationalen Gewässern vor der Küste Sri Lankas ein iranisches Kriegsschiff mit einem Torpedo versenkt, teilte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth mit. Der nächtliche Angriff sei der erste dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg gewesen. Dabei wurden nach Angaben aus Sri Lanka mindestens 80 Menschen getötet.

Die Angriffe auf den Iran waren so heftig, dass die Behörden die Trauerfeier für den getöteten iranischen Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei absagten. Später teilte Israel mit, dass der Großraum Tel Aviv zeitgleich aus dem Iran und dem Libanon angegriffen wurde.

Nato fängt Rakete aus dem Iran über der Türkei ab

Eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete ist im östlichen Mittelmeer von einem Nato-Abwehrsystem abgeschossen worden. Das teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Nach Angaben eines türkischen Regierungsvertreters war offenbar nicht die Türkei das Ziel, sondern eine Militärbasis auf Zypern. Die Rakete sei vermutlich vom Kurs abgekommen. Das türkische Außenministerium bestellte daraufhin den iranischen Botschafter ein. Auch die Nato verurteilte den Vorfall.

Modschtaba Chamenei als möglicher Nachfolger

Modschtaba Chamenei, der Sohn des getöteten iranischen Führers Ali Chamenei, hat die israelischen und US-amerikanischen Angriffe der vergangenen Tage offenbar überlebt. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf zwei nicht weiter benannte iranische Quellen. Modschtaba Chamenei gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge seines Vaters als oberster politischer und religiöser Führer. Israel drohte derweil, es werde auch den Nachfolger des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei töten.

Bundesregierung plant weitere Evakuierungsflüge

Regierungen weltweit bemühen sich, wegen des Iran-Kriegs gestrandete Landsleute in die Heimat auszufliegen. Am Mittwochmorgen landete in Paris ein erstes Flugzeug mit Heimkehrern. Die italienische Regierung ließ Studenten aus Dubai nach Mailand fliegen. Ein deutscher Evakuierungsflug sollte von Maskat, der Hauptstadt des Oman, nach Frankfurt starten. Weitere Flüge sind geplant.

UN verurteilen Angriffe auf den Iran

Die unabhängige Untersuchungskommission der Vereinten Nationen ist zu dem Schluss gekommen, dass der Angriff auf den Iran die Prinzipien der UN ignoriert. Auch die iranischen ​Vergeltungsschläge verstießen gegen die UN-Charta, teilt das Gremium mit. Die Charta verbietet die Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Integrität oder die politische Unabhängigkeit eines Staates.

Energiepreise steigen weiter

Die Spannungen im Nahen Osten betreffen weiterhin die Straße von Hormus, eine zentrale Schiffsroute, durch die ein großer Teil des weltweit gehandelten Öls und Flüssigerdgases transportiert wird. Das schlägt sich in höheren Preisen für Benzin, Heizöl und Gas für Verbraucher nieder. Der Dieselpreis ist auf mehr als zwei Euro gestiegen. Auch Superbenzin der Sorte E10 legte deutlich zu und kostete in der morgendlichen Spitze 1,995 Euro pro Liter.

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