Bei den seit fast einer Woche andauernden Kämpfen zwischen Afghanistan und Pakistan sind nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 42 Zivilisten auf afghanischem Gebiet getötet worden. Weitere 104 Menschen seien zwischen dem 26. Februar und 2. März verletzt worden, teilte die Uno-Hilfsmission für Afghanistan (Unama) mit.
Unter den Opfern seien Frauen und Kinder; die Zahlen seien vorläufig. Die Eskalation verschärfe die ohnehin dramatische humanitäre Lage, warnte Unama und forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe. Die meisten Zivilisten kamen nach Angaben der Hilfsorganisation durch indirekten Beschuss von Wohngebieten sowie pakistanische Luftangriffe im Osten Afghanistans ums Leben. Zehntausende Menschen seien vertrieben worden.
Verluste auf beiden Seiten
Beide Seiten melden unterdessen hohe Verluste beim Gegner. Der Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums erklärte, bei einer Gegenoffensive entlang der Durand-Linie – der umstrittenen Grenze zwischen beiden Ländern – seien in 25 Gefechten rund 150 pakistanische Soldaten getötet und mehr als 200 verletzt worden; zudem seien 40 Außenposten eingenommen worden. Eigene Verluste bezifferte er auf 28 Tote und 42 Verletzte.
Bereits im vergangenen Herbst war es zu Gefechten zwischen beiden Ländern gekommen. Pakistan wirft den in Kabul regierenden Taliban vor, Terrorgruppen zu unterstützen; diese weisen die Vorwürfe zurück. Die jüngste Eskalation folgte auf pakistanische Luftangriffe am 22. Februar in zwei afghanischen Provinzen. Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif sprach von einem »offenen Krieg«.

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