Konflikt Afghanistan-Pakistan: UN meldet zahlreiche getötete Zivilisten bei Gefechten

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Nach der Verschärfung des Konflikts zwischen den Nachbarstaaten Afghanistan und Pakistan sind laut UN bereits mehr als 42 Personen getötet worden. Die Kämpfe dauern an.

Aktualisiert am 3. März 2026, 10:49 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters,

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 Die Gefechte zwischen Afghanistan und Pakistan gehen weiter, zahlreiche Zivilisten sind betroffen.
Die Gefechte zwischen Afghanistan und Pakistan gehen weiter, zahlreiche Zivilisten sind betroffen. © Sibghatullah/​AP/​dpa

Seit der Eskalation des Konflikts zwischen Afghanistan und Pakistan vor etwa einer Woche sind mindestens 42 Zivilisten getötet worden. Das teilte die Afghanistan-Hilfsmission der Vereinten Nationen (UNAMA) mit. Zwischen dem 26. Februar und dem 2. März seien außerdem 104 weitere Zivilisten verletzt worden.

Den UN-Angaben zufolge sind sowohl indirekter Beschuss bei grenzüberschreitenden Gefechten als auch Luftangriffe für die Toten und Verletzten verantwortlich gewesen. Die Zahlen seien vorläufig. Die Kämpfe gingen afghanischen Angaben zufolge weiter.

Beide Seiten haben für sich reklamiert, seit Beginn des Konflikts zahlreiche Soldaten des Gegners getötet zu haben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. 

Bevölkerung leidet zudem unter Folgen von Erdbeben

UNAMA rief zum Stopp der Gefechte auf. Es seien dadurch schätzungsweise bereits Tausende vertrieben worden. Die Lage der Bevölkerung habe sich auch verschärft, weil viele Afghanen noch unter den Folgen schwerer Erdbeben im vergangenen Sommer litten.

Durch die Kämpfe ist laut UNAMA zudem die Bewegungsfreiheit im Grenzgebiet eingeschränkt. Das behindere Hilfsorganisationen massiv dabei, lebensrettende Unterstützung in die am stärksten betroffenen Gebiete zu bringen.

"Offener Krieg" zwischen Pakistan und Taliban

Die Kämpfe in der Region waren erneut ausgebrochen, nachdem Pakistan Ende Februar Ziele in Afghanistan angegriffen hatte. Die Taliban starteten darauf eine Gegenoffensive. Zwar zeigte sich Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid offen für Dialog, das pakistanische Verteidigungsministerium teilte jedoch mit, die Angriffe fortzusetzen, bis die Taliban der Unterstützung von Terrorgruppen entsagten. Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif bezeichnete den Konflikt als "offenen Krieg".

Auch im vergangenen Jahr war es zu Kämpfen zwischen den Taliban und Pakistan mit zahlreichen getöteten Zivilisten gekommen. Pakistan wirft den Taliban vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben. Die Taliban wiesen das zurück.

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