US-Medienberichten zufolge ermittelt die amerikanische Sicherheitsbehörde FBI im Zuge eines Hackerangriffs auf ein internes Computernetzwerk. Einem Bericht des »Wall Street Journal« zufolge vermuten Ermittler, dass mit der chinesischen Regierung verbundene Hacker dahinterstecken könnten. Die Zeitung beruft sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Das FBI hat mehreren Medienberichten zufolge den US-Kongress in einer Mitteilung über den Vorfall informiert. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hatte das FBI laut Mitteilung am 17. Februar mit der Untersuchung des Cyberangriffs begonnen. Die Hacker hatten es der Mitteilung zufolge auf ein nicht klassifiziertes System abgesehen, heißt es. Dieses enthalte Informationen über Anrufe und Internetaktivitäten von Personen, gegen die das FBI ermittelt. Konkret würden dort etwa Informationen über eingehende und ausgehende Anrufe sowie IP- und Website-Adressen gespeichert, jedoch keine Inhalte von Anrufen oder digitaler Kommunikation.
Das Ausmaß und die Schwere des Angriffs seien bislang nicht bekannt, heißt es in den Berichten. Die Ermittlungen befänden sich noch in einem frühen Stadium. Dem Magazin »Politico « zufolge hat das FBI mitgeteilt, die Techniken der Hacker »erscheinen ausgefeilt«. Das Magazin argumentiert, dass der Vorfall für die Trump-Regierung ein bedeutendes Problem im Bereich Cybersicherheit und Spionageabwehr darstellen könnte. »Politico« schließt dies aus den Details, die das FBI dem Kongress mitgeteilt habe sowie aus der Kontaktaufnahme des Weißen Hauses mit dem Auslandsgeheimdienst NSA und der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA).
Chinesische Hacker sollen 2024 US-Politiker abgehört haben
Das FBI teilte dem »Wall Street Journal« mit, man habe »verdächtige Aktivitäten in den FBI-Netzwerken identifiziert und darauf reagiert, und wir haben alle technischen Möglichkeiten genutzt, um darauf zu reagieren«. Eine Reaktion der chinesischen Botschaft in Washington lag demnach zunächst nicht vor. China hat Vorwürfe aus dem Westen zu Hackerangriffen auf Regierungs- und Unternehmensnetzwerke bislang stets zurückgewiesen und die USA beschuldigt, im Cyberspace als Aggressor aufzutreten.
Bereits 2024 hatten die amerikanischen Behörden von einer »breit angelegten und bedeutenden Cyberspionagekampagne« mit Verbindungen nach China berichtet. Laut »Washington Post« gelang es den chinesischen Hackern dabei, Telefongespräche von US-Politikern abzuhören. Die Angreifer hätten sich unerlaubt Zugang zur Kommunikationsinfrastruktur kommerzieller Telekommunikationsanbieter in den USA verschafft und verschlüsselte Audiodaten von Telefonaten abgefangen, schrieb die Zeitung im Oktober 2024. Auch Personen aus dem Wahlkampfteam der Demokraten sollen zum Ziel der Angreifer geworden sein.

vor 2 Stunden
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