Hat man es geschafft, sich durch das Fußgängerprovisorium am Stuttgarter Hauptbahnhof von der ewigen Baustelle freizukämpfen, sieht man im kleinen Park an der Schillerstraße in der Ferne schon die Uhlandshöhe. Der Anstieg dorthin ist beschwerlich. Zuerst kommen etwa 200 Stufen bis zur Kernerstraße, dann noch 100 Stufen die Emil-Molt-Staffel hinauf, und man hat es geschafft in die Haußmannstraße. Von hier oben, beste Wohnlage, bietet sich wiederum ein hervorragender Blick auf die Glaskuppeln von Stuttgart 21, die allerdings wie ein Fremdkörper in der Innenstadt aussehen.
Um das Gelände der Waldorfschule zu erfassen, muss man nun erneut den Blick heben. Abermals gibt es Treppen. Die Steinhauwerkstatt der Schule mit halb bearbeiteten Werkstücken lässt man rechts liegen, weiter oben kommt links der Oberstufenneubau mit Speisesaal von Behnisch Architekten – 2020 wurde er an der Stelle des alten Cafés „Zur Uhlandshöhe“ errichtet –, rechts steht der dazu passende Verwaltungsneubau und geradeaus das Haupthaus mit dem Alten Festsaal, welches nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg auf den Grundmauern der frühen Zwanzigerjahre wiederaufgebaut wurde.

vor 12 Stunden
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