Moskau hat Kiew vorgeworfen, ein russisches Schiff im Mittelmeer angegriffen zu haben. Laut dem russischen Verkehrsministerium attackierte die Ukraine bereits am Dienstag im Mittelmeer den Gastanker Arctic Metagaz „in unmittelbarer Nähe“ Maltas. Belege dafür lieferte die Behörde nicht. Der Tanker kam dem Ministerium zufolge beladen aus dem russischen Hafen Murmansk. Alle 30 Besatzungsmitglieder, demnach russische Staatsbürger, seien gerettet worden, teilte das Ministerium mit Dank an Malta mit. Der Vorfall werde als Akt internationalen Terrors und Piraterie eingestuft. Außerdem warf Moskau Mitgliedstaaten der EU vor, solche Handlungen zu dulden. Zu den Folgen des Vorfalls machte das Ministerium keine Angaben. Auf nicht überprüfbaren Fotos und Videos in sozialen Medien, die den Vorfall zeigen sollen, waren Rauch und Feuer auf einem stark beschädigten Schiff zu sehen.
Die Streitkräfte Maltas teilten bei Facebook mit, dass sie über eine Notsituation des Schiffs MT Arctic Metagaz außerhalb ihres Such- und Rettungsgebiets informiert worden seien. Das Schiff sei geortet und Koordinierungsmaßnahmen seien gemäß internationalen Verpflichtungen ergriffen worden. Die Überlebenden seien anschließend im libyschen Such- und Rettungsgebiet in einem Rettungsboot gefunden worden. Von ukrainischer Seite gab es dazu zunächst keine Reaktion. Allerdings veröffentlichte Serhij Sternenko, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, auf X „exklusiv“ Aufnahmen, die nach dem Brand vom russischen Gastanker aus der Luft gemacht wurden. Zuletzt war es im Schwarzen Meer zu Vorfällen mit Handelsschiffen gekommen. Ukrainische Medien hatten Ende vergangenen Jahres bei Explosionen auf leeren Öltankern dort berichtet, dass Kiew für die Angriffe die Seedrohnen Sea Baby eingesetzt habe. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.











English (US) ·