Radiohead legen sich mit ICE an

vor 2 Tage 5

Die britische Rockband Radiohead hat die US-Einwanderungsbehörde ICE mit deutlichen Worten aufgefordert, ein mit Musik der Gruppe unterlegtes Video von ihren Social-Media-Kanälen zu entfernen. »Wir verlangen, dass die Amateure, die den Social-Media-Account von ICE verwalten, diesen löschen«, heißt es in einer Stellungnahme der Band.

Zuvor hatte die US-Abschiebebehörde ICE auf ihren Social-Media-Kanälen ein Video veröffentlicht, in dem Fotos von US-Amerikanern zu sehen waren, die Opfer eines Gewaltverbrechens wurden – und zwar eines solchen, das ICE illegal in den USA lebenden Einwanderern zuschreibt. Unterlegt ist das Video mit einer Chor-Version der Radiohead-Songs »Let down«, das erstmalig auf dem Album »OK Computer« von 1997 erschien.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

{$dispatch('toggle')}, 250);">

Externen Inhalt anzeigen

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

In der Stellungnahme der Band hieß es weiter, der Song werde ohne Einwilligung der Band verwendet. »Das ist nicht lustig, dieser Song bedeutet uns und anderen sehr viel, und ihr könnt ihn euch nicht einfach so aneignen«, hieß es. »Und außerdem: Go fuck yourselves.«

Proteste anderer Musiker

Radiohead sind nicht die ersten Künstler, die gegen ihren Willen von Behörden der aktuellen US-Regierung instrumentalisiert werden. So postete Ende vergangenen Jahres das Weiße Haus ein Video, in dem Demonstranten zu sehen sind, die gegen ICE protestieren. Anschließend legen Sicherheitskräfte einen Mann in Handfesseln, einen weiteren werfen sie zu Boden. Dazu läuft in Schleife die Textzeile des Sabrina-Carpenter-Songs »Juno« »Have you ever tried this one?« (Hast du diese schon mal probiert?). In dem Song wird angedeutet, dass es dabei um sexuelle Stellungen geht. Carpenter bezeichnete das Video als »bösartig und widerwärtig«.

Im Oktober hatte sich Sänger Kenny Loggins dagegen gewehrt, dass die US-Regierung seinen Song »Danger Zone« in einem Video verwendete. In dem mit KI generierten Clip war Trump zu sehen, wie er aus einem Jet braune Flüssigkeit auf Demonstranten regnen ließ.

Gesamten Artikel lesen