Bei Eis und Schnee bieten Reifen mit Spikes die beste Haftung. Taut es aber, haben Spikes zwei große Nachteile: Sie beschädigen den Straßenbelag und sie sind laut. Der finnische Reifenhersteller Nokian Tyres hat dafür eine Lösung: ein Reifen, dessen Spikes dann ausfahren, wenn die Straßen vereist sind.
Der Winterreifen mit der Bezeichnung Hakkapeliitta 01 verfügt über Spikes, die nur bei niedrigen Temperaturen ausgefahren werden. Dann bieten sie den nötigen Grip auf Schnee und Eis. Wird es wärmer, ziehen sich die Spikes zurück.
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Das System ist passiv und temperaturabhängig. Das Material, in dem die Spikes verankert sind, verändert sich durch die Temperatur: Ist es kalt, wird es steif und schiebt die Spikes nach oben aus der Lauffläche, damit sie für Halt auf glatter Straße sorgen.
Nachwachsende Materialien eingesetzt
Wird es hingegen wärmer, wird das Material weicher. Dann ziehen sich die Spikes wieder in die Lauffläche zurück. Nokian Tyres nutzt bei der Herstellung der Laufflächen auch nachwachsende Rohstoffe wie Naturkautschuk, Bioharz und pflanzliche Öle, unter anderem aus Kiefernharz und Raps.
Nokian Tyres habe „eine Lösung entwickelt, bei der sich die Haftung automatisch an die Temperatur anpasst“, sagt Mikko Liukkula, Entwicklungsleiter bei Nokian Tyres. „Das hilft Autofahrern, mit dem immer weniger vorhersehbaren Winterwetter zurechtzukommen und gleichzeitig neue Vorschriften hinsichtlich der Auswirkungen von Reifen auf die Fahrbahn zu beachten.“
Für einen Fall schienen die Reifen jedoch nicht gerüstet zu sein: wenn es kalt ist, aber die Straßen trocken und frei sind.
(wpl)











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