Neue Studio-Displays: Kein Intel-Support – und ein 120-Hertz-Problem

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Apples neue Studio-Display-Bildschirme, die der Konzern nach drei Jahren erstmals überholt hat, sind keineswegs perfekt. Das liegt nicht nur an der nach wie vor sehr hohen Bepreisung, sondern auch am Formfaktor sowie den technischen Details.

So zeigt ein Blick in die Spezifikationen, dass sowohl Studio Display 2 als auch Studio Display XDR nur noch mit Apple-Silicon-Maschinen – also Macs ab 2020 mit M-Chip – kompatibel sind. Intel-Rechner führt Apple nicht (mehr) in seiner Kompatibilitätsliste. Angaben dazu, warum das so ist, macht Apple nicht. Bei Apple-Silicon-Macs geht es mit dem Mac mini mit M1 von 2020 los – an Thunderbolt-Defiziten scheint es also nicht zu liegen. Intel-Maschinen verkauft Apple schon seit längerem nicht mehr, macOS 26 alias Tahoe ist zudem das letzte Betriebssystem, das überhaupt auf diesen Rechnern läuft.

Beim Studio Display 2 gibt es zudem Kritik am Panel: Offenbar verbaut Apple hier einfach das alte Modell weiter, das mit 600 Candela und fehlendem HDR sowie 60 Hertz Bildwiederholfrequenz aus der Zeit gefallen ist. Zwei Thunderbolt-5-Ports mit 96 Watt sind neu, außerdem eine bessere Basswiedergabe (Apple: „30 Prozent tiefer“) und einen Desk-View-Modus für die 12-Megapixel-Webcam. Nicht einmal der Ständer wurde verändert. Eine Höhenanpassung ist nach wie vor nicht möglich, ohne dass man 400 Euro Aufpreis zahlt. Mit 1700 Euro ist das Gerät preislich dennoch Oberklasse.

Beim Studio Display XDR, das das Pro Display XDR ablöst, gönnt Apple den Usern zwar ein neues Panel mit 120 Hertz, Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung und HDR-Wiedergabe (bis 2000 Candela). Es hat aber ebenfalls nur 27 Zoll wie das Studio Display (2). Viele Profis hätten sich eine größere Bildschirmdiagonale gewünscht. Mindestens 3500 Euro für einen 27-Zöller ist zudem ebenfalls kein Schnapper. Beim Pro Display XDR (32 Zoll) ging es allerdings zuletzt erst bei 5500 Euro (Apple-Preis) los – ohne Ständer, den man für 1100 Euro dazukaufen musste. Dieser ist nun dabei und sogar höhenverstellbar. Wer stattdessen einen Vesa-Mount benötigt, muss das beim Kauf auswählen, dann lässt Apple (zum gleichen Preis) den Ständer einfach weg.

Das Studio Display XDR beherrscht neu den Standard DICOM Medical Imaging für radiologische Bildgebung, kann also mit für Radiologen passenden Farbprofilen versehen werden – das könnte, wenn man die Preise für Spezialbildschirme kennt, sogar eine Art Schnäppchen sein. Die 120 Hertz, die das Studio Display XDR leistet, laufen nicht an allen Macs: Laut Apple muss es mindestens ein Pro-, Max- oder Ultra-M-Chip sein – und das erst ab dem M2. Alle anderen Geräte unterstützen nur 60 Hertz. In Sachen Recycling erfreut Apple hingegen: Die Umverpackungen von Studio Display 2 und Studio Display XDR lassen sich nun nach Geräteentnahme zusammenklappen, damit sie leichter in die Altpapiertonne passen.

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(bsc)

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