Nahost: Israel weitet Einsatz in Libanon aus

vor 1 Tag 4

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

Teheran und Beirut unter Beschuss

Israelische Armee im Süden Libanons im Einsatz 

Tui plant Rückholung von Urlaubern aus dem Nahen Osten - erste Flüge nach München

US-Botschaft in Riad angegriffen 

Golfstaaten drängen bei Trump auf schnelles Kriegsende – Katar warnt vor Energiekrise 

Newsdesk

Israel weitet Einsatz in Libanon aus

Die israelische Armee (IDF) hat ihre Besatzung im Süden von Libanon ausgeweitet. Zusätzlich zu den bereits bestehenden fünf Stützpunkten auf libanesischem Territorium hat die IDF am Dienstagmorgen weitere "strategische Punkte" besetzt, wie Verteidigungsminister Israel Katz mitteilte: Man wolle dadurch den direkten Beschuss Israels verhindern. Die von Iran aus finanzierte und gesteuerte libanesische Hisbollah-Miliz hatte am Montagmorgen erste Drohnen und Raketen in Richtung Haifa abgefeuert, Israel hatte mit der Bombardierung Dutzender Ziele im Süden das Landes und den Vororten von Beirut geantwortet. Die Hisbollah hat auch eine Drohne auf einen britischen Marinestützpunkt auf Zypern gestartet, die dort geringen Schaden anrichtete. Es ist das erste Mal, dass auch Ziele auf EU-Territorium angegriffen wurden. Die Hisbollah feuerte auch am Dienstag weitere Drohnen auf Israel ab, gegen den entschiedenen Willen der libanesischen Regierung, die die Miliz entwaffnen will.

Nadja Lissok

Die Lage im Überblick

  • Israel und USA greifen Iran weiter an, dieser reagiert mit Gegenangriffen auf Israel.
  • Der Konflikt hat sich mittlerweile auf die gesamte Region ausgeweitet: Iran hat mutmaßlich US-amerikanische Stützpunkte und Botschaften in Riad und Kuwait-Stadt angegriffen.
  • Israel attackiert zusätzlich die vom Iran finanzierte Hisbollah-Miliz in Libanon, diese hat Israel ebenfalls beschossen.
  • Außerdem hat Iran die für Öltanker strategisch wichtige Straße von Hormus für geschlossen erklärt.
  • Zehntausende Deutsche sitzen nach wie vor in der Region fest. Tui plant erste Rückholungen ihrer Kunden bereits für Dienstag.

Nadja Lissok

Teheran und Beirut unter Beschuss

Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Auch am Rand der östlichen Pendlerstadt Pardis schlugen rund ein Dutzend Raketen ein, wie iranische Medien berichteten. In den Hochhäusern der Neubaugebiete zitterten die Fenster, wie Bewohner der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Auf Videos in sozialen Medien waren graue Rauchschwaden über den Hügeln am Rand des Albors-Gebirges zu sehen. Auch in Schiras im Südwesten Irans und in Isfahan im Zentrum der Islamischen Republik sollen Explosionen zu hören sein. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr.

Zuvor hatte das israelische Militär angekündigt, parallel Teheran und die libanesische Hauptstadt Beirut anzugreifen. Auch aus Beiruts südlichen Stadtteilen zeigen Bilder Rauchschwaden. Die israelische Armee hatte Anwohner zuvor gewarnt, sich in Sicherheit zu bringen.

Katja Guttmann

Israelische Armee im Süden Libanons im Einsatz 

Israelische Soldaten sind nach Angaben des israelischen Militärs im Süden Libanons im Einsatz, berichtet die Jerusalem Post. Demnach seien Truppen an mehreren Orten entlang der libanesischen Grenze stationiert, um die Verteidigung zu verstärken. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, dass er und Premierminister Benjamin Netanjahu das Militär ermächtigt hätten, in libanesisches Gebiet vorzudringen und dort Stellungen einzunehmen, um weitere Gefahren für israelische Grenzgemeinden abzuwenden. Es handele sich um ein taktisches Manöver entlang der gemeinsamen Grenze. Laut Angaben von Reuters sei das Manöver nicht der Auftakt zu einer Offensive der Bodentruppen. Das israelische Militär hat in den vergangenen Tagen starke Kräfte an der Grenze zum Libanon zusammengezogen. 

Katja Guttmann

Tui plant Rückholung von Urlaubern aus dem Nahen Osten - erste Flüge nach München

Der Reisekonzern Tui rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland zurückzubringen, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel im Programm von n-tv. Eine konkrete Zahl nannte er nicht.

Erste Flüge sollten nach München gehen. Zudem stünden eigene Flugzeuge von Tui Fly bereit. Diese seien „standby, sobald wir die Erlaubnis bekommen, dorthin zu fliegen und Kunden auch möglichst zügig abzuholen“. „Wir sind mit fast 100 Prozent der Gäste über die App in Kontakt“, sagte Ebel. Wie schnell die Rückholung abgeschlossen werden könne, hänge von der Sicherheitslage ab. „Das ist heute seriös nicht genau vorherzusagen.“ Er gehe jedoch davon aus, dass es „etwas ist, was einige Tage dauern wird“. Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen derzeit Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. 

Katja Guttmann

Ölpreise steigen dritten Tag in Folge - Iran droht Schiffen in Straße von Hormus

Die Ölpreise sind ​am Dienstag den dritten Tag in Folge gestiegen. Zuvor hatte Iran gedroht, auf jedes Schiff zu feuern, das versucht, die Straße von Hormus zu durchfahren. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte ​sich um 1,4 Prozent auf 78,83 Dollar je Barrel. US-Leichtöl WTI legte um ein Prozent ⁠auf 71,97 Dollar zu. Ein hochrangiger Vertreter der iranischen Revolutionsgarde erklärte laut iranischen Medien, die Meerenge sei geschlossen. Der unter honduranischer ‌Flagge fahrende Tanker Athe Nova brenne nach einem ‌Drohnenangriff, meldeten iranische Nachrichtenagenturen.

Analysten rechnen in den kommenden Tagen mit weiter steigenden Preisen. Die Investmentbank Bernstein hob ihre Brent-Prognose für 2026 ​von 65 auf ​80 Dollar an und sieht im Extremfall ​eines längeren Konflikts sogar 120 bis 150 Dollar. Saudi-Arabien musste nach einem Drohnenangriff seine größte Raffinerie schließen. Die US-Dieselpreise erreichten ein Zweijahreshoch, europäisches Gasöl verteuerte ​sich um 2,7 Prozent.

Die Container-Reedereien Maersk und Hapag-Lloyd haben Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormus ausgesetzt. Durch die Meerenge werden täglich etwa 17 Millionen Barrel Öl transportiert, was rund 20 Prozent der weltweiten Produktion ⁠entspricht. Laut Schiffsdaten lagen am Sonntag mehr als ‌200 Schiffe ‌vor der gesperrten Meerenge vor Anker. 

Viktoria Spinrad

US-Botschaft in Riad angegriffen 

Die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist nach vorläufigen saudischen Angaben von zwei Drohnen angegriffen worden. Es sei ein „begrenztes Feuer“ ausgebrochen, aber nur geringer Sachschaden entstanden, teilte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums mit. Die US-Botschaft empfahl ihren Landsleuten in dem Königreich, sich sofort in Sicherheit zu bringen und die Botschaft bis auf Weiteres zu meiden, da es zu einem Angriff auf die Einrichtung gekommen sei. US-Präsident Trump hat bereits Vergeltung angekündigt. 

Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärte außerdem, acht weitere Drohnen seien nahe Riad und Al-Chardsch, rund 80 Kilometer weiter südlich, abgefangen und zerstört worden. Auch an der US-Botschaft im kleinen Golfstaat Kuwait war am Montag offenbar ein Feuer ausgebrochen. Augenzeugen hatten der Deutschen Presse-Agentur von aufsteigendem Rauch an dem Gebäude berichtet.

Nadja Lissok

US-Armee: Militärische Infrastruktur zerstört

Die US-Streitkräfte haben bei anhaltenden Angriffen in Iran eigenen Angaben nach weitere militärische Infrastruktur ins Visier genommen. Zerstört worden seien Kommando- und Kontrollzentren der iranischen Revolutionsgarde, iranische Flugabwehrkapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussbasen sowie Militärflugplätze, wie das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mitteilte. „Wir werden weiterhin entschlossen gegen unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime vorgehen“, hieß es. Die USA wollen ihre eigenen Attacken in Iran nach den Worten von US-Präsident Trump noch deutlich verstärken. 

Viktoria Spinrad

Netanjahu: Krieg gegen Iran wird nicht endlos sein

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnet den Krieg der USA und Israels gegen Iran als Tor zum Frieden. „Dies ist kein endloser Krieg, dies ist das Tor zum Frieden“, sagt Netanjahu im US-Fernsehsender Fox News. Der Krieg werde schnelle und entscheidende Maßnahmen beinhalten. ​Auf die Frage, ob er einen dauerhaften Weg zum Frieden im Nahen Osten sehe, antwortet er mit „Ja“.

Zudem rechtfertigte er den Angriff auf Iran mit dem angeblichen Bau neuer Bunker zum Schutz der iranischen Raketen- und Atomprogramme. „Der Grund, warum wir jetzt handeln mussten“, sei, dass Iran nach den Bombardierungen seiner Atomanlagen und seiner Raketenarsenale im vergangenen Jahr mit dem Bau „neuer Anlagen, unterirdischer Bunker“ begonnen habe, sagte Netanjahu dem US-Sender Fox News. Das Raketen- und „Atombombenprogramm“ wäre sonst „innerhalb von Monaten“ unangreifbar gewesen, behauptete Netanjahu.

Wenn man jetzt nicht gehandelt hätte, „hätte man in Zukunft nichts mehr tun können“, sagte Netanjahu dem Sender weiter. Israel hatte Iran bereits im Juni vergangenen Jahres angegriffen. Das US-Militär hatte sich knapp eine Woche später Israel angeschlossen und Irans Atomanlagen bombardiert. „Man könnte meinen, sie hätten ihre Lektion gelernt, aber das haben sie nicht, denn sie sind unverbesserlich. Sie sind völlig fanatisch, was ihr Ziel angeht, Amerika zu zerstören“, sagte der israelische Ministerpräsident dem US-Fernsehsender.

Netanjahu sieht die Gelegenheit, neben dem Regime in Iran auch andere Feinde zu beseitigen, schreibt Tomas Avenarius:

Viktoria Spinrad

Golfstaaten drängen bei Trump auf schnelles Kriegsende – Katar warnt vor Energiekrise 

Die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar lobbyieren nach Informationen von Bloomberg bei Verbündeten, um US-Präsident Donald Trump zu einem raschen Ende der Militäroperationen gegen Iran zu bewegen. Beide Länder versuchen, eine breite Koalition für eine diplomatische Lösung zu schmieden – aus Angst vor regionaler Eskalation und einem anhaltenden Energiepreisschock. Eine katarische Einschätzung warnt: Sollten die Schifffahrtsrouten in der Region bis Mitte dieser Woche schwer gestört bleiben, sei mit deutlich stärkeren Ausschlägen bei den Erdgaspreisen zu rechnen als dem bereits massiven Anstieg am Montag.

Der Konflikt weitet sich rapide aus: Katar hat die Produktion in der weltgrößten LNG-Exportanlage nach einem iranischen Drohnenangriff gestoppt – europäische Gaspreise schossen daraufhin um über 50 Prozent in die Höhe. Katar schoss bereits zwei iranische Kampfjets ab und fing sieben Raketen sowie fünf Drohnen ab. Laut internen Analysen reichen Katars Patriot-Abwehrraketen nur noch für vier Tage. Beide Golfstaaten bitten Verbündete dringend um Luftabwehr-Verstärkung. UAE-Präsident Mohammed bin Zayed und Katars Emir Tamim bin Hamad telefonierten in den vergangenen Tagen mit Bundeskanzler Friedrich Merz, dem britischen Premier Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Vor Kriegsbeginn hatten die Golfmonarchien – besonders Katar mit seinen engen Verbindungen zu Trumps Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner – monatelang auf Zurückhaltung gedrängt. Sie lockten mit der Vision eines von Sanktionen befreiten Iran, offen für westliches Kapital, Energiepartnerschaften und Infrastruktur-Investitionen. Doch in Trumps innerem Kreis setzten sich letztlich andere Allianzen durch: Während Katar auf Handel und Stabilität setzte, appellierten israelische Vertreter an gemeinsame Sicherheitsinteressen und Trumps „Peace through Strength“-Doktrin.

Viktoria Spinrad

Trump bietet Irans Generälen „Venezuela-Modell“ an

US-Präsident Donald Trump hat Irans Militärführung in einem Interview mit der New York Times ein ungewöhnliches Angebot gemacht: Die Generäle sollten entweder die Macht an das iranische Volk übergeben – oder ein Modell ähnlich wie Venezuela übernehmen. Damit meint Trump die Situation nach dem Sturz von Nicolás Maduro, dessen Nachfolger sich den Forderungen der USA fügt. Er sagte, er habe „fünf sehr gute Optionen“, Iran anzuführen, ohne auf die Details einzugehen.

Das Angebot steht in deutlichem Kontrast zu Trumps öffentlicher Rhetorik. Während er die Iraner wiederholt aufgerufen hat, „diesen Moment zu ergreifen“ und ihr Land zurückzuerobern, schlägt er den Generälen hinter den Kulissen vor, an der Macht zu bleiben – solange sie den US-Interessen dienen. Venezuela gilt nach dem Ende der Maduro-Ära als wirtschaftlich am Boden liegendes Land unter einem Washington-hörigen Regime.

Irans Sicherheitschef Ali Larijani wies umgehend jegliche Verhandlungen mit den USA zurück. Er reagierte damit auf Berichte, wonach er über omanische Vermittler Kontakt zu amerikanischen Offiziellen aufgenommen haben soll. Die Trump-Regierung hatte zuvor erklärt, mit einer neuen iranischen Führung sprechen zu wollen.

Viktoria Spinrad

Republikaner: Israel hätte mit oder ohne die USA gehandelt

Nach Darstellung des Sprechers des US-Repräsentantenhauses hat Druck von Seiten Israels maßgeblich zu der Entscheidung der USA für einen Angriff auf Iran beigetragen. „Israel war entschlossen, hier zu seiner eigenen Verteidigung zu handeln, mit oder ohne amerikanische Unterstützung“, sagte der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach einem Iran-Briefing hochrangiger Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump.

Die US-Regierung habe deshalb eine schwierige Entscheidung treffen müssen. Sie habe die Bedrohungen für die USA, für deren Soldaten und Einrichtungen in der Region und darüber hinaus bewerten müssen, sagte Johnson. Auf Basis „hervorragender Geheimdienstinformationen“ seien sie zu dem Schluss gekommen, dass Iran im Fall eines Angriffs durch Israel sofort mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA reagieren würde. Er sei überzeugt, dass die US-Regierung das Richtige getan habe.

Zuvor hatte bereits US-Außenminister Marco Rubio eine ähnliche Begründung gegeben und die Angriffe seines Landes auf Iran auch als proaktive Maßnahme zum eigenen Schutz gerechtfertigt. 

Viktoria Spinrad

Rubio verteidigt Iran-Krieg: „Gesetz zu 100 Prozent eingehalten“

US-Außenminister Marco Rubio hat die Militäroffensive gegen Iran vor dem Kongress juristisch zu rechtfertigen versucht – stieß dabei aber auf massiven Widerstand der Demokraten. „Wir haben das Gesetz zu 100 Prozent eingehalten“, beteuerte Rubio auf dem Capitol Hill. Iran habe eine „unmittelbare Bedrohung“ für die USA dargestellt, weshalb Präsident Donald Trump keine Genehmigung des Kongresses benötigt habe. Die Demokraten bestreiten diese Darstellung vehement.

Senatorin Jeanne Shaheen, ranghöchste Demokratin im Außenausschuss, kritisierte nach dem Geheim-Briefing, die Regierung habe zwar eine Begründung für die Angriffe geliefert, aber „keine substanziellen Belege“ dafür vorgelegt. Senator Mark Warner fragte: „Was ist die unmittelbare Bedrohung für die USA, die diesen Konflikt rechtfertigt?“ 

Die Debatte erinnert an die umstrittene „Weapons of Mass Destruction“-Begründung für den Irak-Krieg 2003. Demokraten bereiten bereits eine „War Powers Resolution“ vor, um Trumps Kriegsvollmachten einzuschränken.

Rubio versuchte zudem, den Krieg als begrenzte Operation darzustellen: Regimewechsel sei „nicht das Ziel“, sondern nur die Zerstörung von Irans Raketen und Drohnen. Das klingt jedoch widersprüchlich, nachdem US-israelische Angriffe bereits Revolutionsführer Chamenei und Dutzende Spitzenpolitiker getötet haben. Auf die Frage nach Bodentruppen antwortete Rubio ausweichend: Die USA seien derzeit nicht dafür aufgestellt, er schließe es aber nicht kategorisch aus.

Viktoria Spinrad

Israels Armee greift erneut in Libanon an 

Die israelische Armee greift in der Nacht erneut in Libanon an. Ziel seien Kommandozentralen und Waffenlager der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut, wie die Armee mitteilte. Als Reaktion auf die Tötung des obersten Führers Irans, Ayatollah Ali Chamenei, hatte die Hisbollah in der vorherigen Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Das israelische Militär greift seitdem Ziele in Libanon an, unter anderem in den als Dahija bekannten Vororten von Beirut.

Christoph Heinlein

USA rufen Bürger zur sofortigen Ausreise aus Nahem Osten auf

Das US-Außenministerium fordert Amerikaner zur sofortigen Ausreise aus mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten auf. Dies solle auf regulärem Weg geschehen, teilt die zuständige Abteilungsleiterin Mora Namdar mit. Auf der Warnliste stehen Bahrain, Ägypten, Iran, der Irak, Israel, das Westjordanland und der Gazastreifen, Jordanien, Kuwait, Libanon, der Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jemen.

Zur Begründung verwies eine Vertreterin des Ministeriums auf der Plattform X auf „schwerwiegende Sicherheitsrisiken“. 

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