Nahost: Bericht: Mehr als 550 Tote bei Angriffen in Iran

vor 2 Tage 4

Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

US-Kampfflugzeuge in Kuwait abgestürzt 

Israel bombardiert nach Hisbollah-Angriff Ziele in ganz Libanon

Iran schließt Verhandlungen mit den USA aus 

Israel fordert Bewohner im Süden Libanons zur Flucht auf 

Kleinere vierstellige Zahl an EU-Bürgern ist noch in Iran

Julia Daniel

Die Lage im Nahen Osten - ein Überblick

  • Seit Samstagmorgen greifen Israel und die USA Ziele in Iran aus der Luft an.
  • Bei den Angriffen wurden neben dem geistlichen Führer Irans, Ayatollah Ali Chamenei, auch der Chef der iranischen Streitkräfte und zwei weitere hochrangige Vertreter sowie Familienangehörige Chameneis getötet.
  • Iran reagiert mit Vergeltungsschlägen.
  • Die libanesische Hisbollah greift Israel an, Israel reagiert in der Nacht zu Montag mit Gegenangriffen.
  • Bei iranischen Angriffen auf Israel hat es in Tel Aviv und Bet Schemesch bei Jerusalem Tote und Verletzte gegeben. 
  • In Dubai, Abu Dhabi, Katars Hauptstadt Doha und Manama, der Hauptstadt von Bahrain, hat es Drohnenangriffe und Explosionen gegeben.
  • Der Flugverkehr im Nahen Osten ist weitgehend eingestellt.
  • Auch in Oman hat es Drohnenangriffe gegeben. Vor der Küste des Golfstaates, in der Straße von Hormus, sind Öltanker angegriffen worden.

Julia Daniel

Roter Halbmond: Mehr als 550 Tote bei Angriffen in Iran 

Bei den Angriffen Israels und der USA sind in Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung der humanitären Organisation in Iran. Mehr als 130 Landkreise seien vom Krieg betroffen.

Seit Samstag greifen Israel und die USA Hunderte Ziele in Iran an. Bei den Luftangriffen seien mehr als 2000 Ziele attackiert worden, hieß es in einer Analyse des Critical Threats Project (CTP), das von den in Washington ansässigen Denkfabriken Institute for the Study of War (ISW) und American Enterprise Institute betrieben wird. 

Julia Daniel

US-Kampfflugzeuge in Kuwait abgestürzt 

Im Golfstaat Kuwait sind nach dortigen offiziellen Angaben mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt. Die Besatzungen hätten überlebt, teilte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Zu den Absturzursachen machte der Sprecher keine Angaben.

Kuwaits Behörden hätten die Besatzungsmitglieder der US-Flugzeuge entdeckt und ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand sei stabil, teilte der Sprecher der Staatsagentur Kuna zufolge mit. Man stimme sich direkte mit den US-Truppen im Land ab über die Umstände des Vorfalls, dessen Hintergründe nun untersucht würden.
 
In sozialen Medien kursierten mehrere Videos, die einen der Vorfälle zeigen sollen. Der Pilot des Kampfjets vom Typ F-15 sowie ein Waffenoffizier sollen sich örtlichen Berichten zufolge rechtzeitig aus der Maschine befreit haben. Weitere Videos sollen auch zeigen, wie Anwohner einen US-Kampfpiloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen. Bilder vom Absturzort zeigen auch einen Fallschirm.

Der US-Nachrichtensender CNN lokalisierte die Videos und berichtete, der Absturz habe sich wenige Kilometer vom US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salam entfernt ereignet. Es handle sich um ein Kampfflugzeug des Typs F-15 oder F/A-18. Allerdings hätten auch Kuwaits Streitkräfte solche Flugzeuge im Einsatz.

Das US-Militär, das in dem kleinen Staat am Persischen Golf rund 13 500 Truppen stationiert hat, äußerte sich zunächst nicht. Unklar war auch, ob es sich um einen Unfall, einen Abschuss etwa durch eine iranische Rakete oder um versehentlichen Beschuss durch eigene Truppen handelte.

Kuwait gerät seit der Tötung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ähnlich wie die anderen Golfstaaten unter Beschuss. Iran griff infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe Einrichtungen des US-Militärs in der Golfregion an.

Berichten zufolge soll auch an der US-amerikanischen Botschaft in Kuwait ein Feuer ausgebrochen sein. An dem Gebäude steige Rauch auf, berichteten Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur. „Es gibt eine anhaltende Bedrohung durch Raketen und Drohnen über Kuwait. Kommen Sie nicht zur Botschaft“, teilte die US-Botschaft im Land mit. Landsleute wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und wachsam zu bleiben wegen möglicher Angriffe im Land. Die Luftabwehr von Kuwait habe mehrere „feindliche Drohnen“ abgefangen, teilte der Zivilschutz der Staatsagentur Kuna zufolge mit. Verletzte habe es nicht gegeben und die Sicherheitslage im Land sei „stabil“, hieß es.

Nadja Lissok

Drohneneinschlag auf britischem Militärstützpunkt in Zypern

Die britische Luftwaffenbasis Akrotiri in Zypern ist in der Nacht zum Montag Behörden zufolge ​von einer Drohne getroffen worden. Der Angriff habe begrenzten ⁠Schaden verursacht, aber keine Verletzten gefordert, teilten die zyprischen Behörden und das ​britische Verteidigungsministerium mit. ​Nach Informationen aus verschiedenen Quellen ‌habe es sich um ‌eine unbemannte Drohne gehandelt, erklärte ein Sprecher der zyprischen Regierung. Die britische Militärverwaltung ​rief die ​Anwohner in der Umgebung von ​Akrotiri nach dem Drohneneinschlag dazu auf, bis auf Weiteres in ihren Häusern zu bleiben. 

Wer die Drohne abgefeuert hat, ist unklar. Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen Iran. Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und in Zypern. Großbritannien unterhält dort zwei Stützpunkte. 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sicherte den Mitgliedstaaten Unterstützung zu. Auch wenn die Republik Zypern nicht das Ziel gewesen sei, stehe die EU angesichts jeder Bedrohung "gemeinsam, fest und unmissverständlich" an der Seite ihrer Mitglieder, schreibt von der Leyen auf X, nachdem sie mit dem zyprischen Präsidenten telefoniert hat. 

Derweil bereitet Großbritannien die Evakuierung seiner Bürger aus dem Nahen Osten vor. Schätzungsweise 300 000 Briten hätten ihre Anwesenheit in der Region registriert, sagt Außenministerin Yvette Cooper dem Sender Sky News. Die Regierung arbeite an verschiedenen Optionen. Es gehe um Zusammenarbeit mit der Reisebranche und vom Staat organisierte Evakuierungen. Zudem seien Eingreiftruppen in die Region entsandt worden. 

Am Sonntag hatte Zyperns Regierung Berichte noch zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert worden seien. Verteidigungsminister Healey hatte vor der Gefahr „zunehmend wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe“ gewarnt. 

Israel bombardiert nach Hisbollah-Angriff Ziele in ganz Libanon

Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben Ziele der Hisbollah in ganz Libanon an. Zuvor hatte die radikal-islamische Miliz Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, was dem israelischen Militär zufolge einen Raketenalarm im Norden Israels auslöste. Die Hisbollah bezeichnete den Angriff als Vergeltung für die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Irans Hauptstadt Teheran. Das teilte die von Iran unterstützte Miliz in der Nacht mit. Kurz darauf begann die israelische Armee nach eigenen Angaben Stellungen der Hisbollah im nördlichen Nachbarland zu bombardieren. 

Augenzeugen berichteten von Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut, einer Hochburg der Schiiten-Milz. Bei den Angriffen sollen bereits Dutzende Menschen getötet worden sein. Wie das libanesische Gesundheitsministerium am Morgen mitteilte, kamen nach vorläufigen Angaben nahe Beirut sowie im Süden des Landes mindestens 31 Menschen ums Leben. 149 weitere Menschen seien verletzt worden. 

Man werde gegen die Entscheidung der Hisbollah, sich an den iranischen Gegenangriffen zu beteiligen, vorgehen und nicht zulassen, dass die Miliz eine Bedrohung für den Staat Israel darstellt, teilte die israelische Armee mit. Sie fing kurz zuvor nach eigenen Angaben ein Geschoss der Hisbollah ab, mehrere andere seien in offenem Gelände niedergegangen.

Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die von Iran unterstützte Schiiten-Miliz Israel mit Raketen angegriffen hat. Nach den jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran hatte die Miliz den Verbündeten in Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die USA und Israel würden von der Konfrontation „nichts außer Versagen ernten“, teilte das Medienbüro der Organisation mit.

Die Folgen der „verräterischen Gewalt“ der USA und Israels würden sich auf die gesamte Region auswirken, erklärte die Miliz. Sie gilt als einer der stärksten nicht staatlichen Akteure weltweit. Auch nach dem jüngsten Krieg mit Israel, in dem die Miliz stark geschwächt wurde, soll sie noch über Zehntausende Kämpfer und große militärische Fähigkeiten verfügen. Seit Monaten gibt es einen Konflikt über die Frage, ob und wie die Hisbollah ihre Waffen abgeben soll.

Julia Daniel

USA und arabische Staaten verurteilen Angriffe Irans 

Die USA und eine Gruppe arabischer Staaten haben die iranischen Gegenangriffe in der Region verurteilt. „Die Maßnahmen der Islamischen Republik stellen eine gefährliche Eskalation dar, die die Souveränität mehrerer Staaten verletzt und die regionale Stabilität gefährdet“, erklärte das US-Außenministerium. Der gemeinsamen Erklärung hatten sich demnach auch Bahrain, Jordanien, Kuwait, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate angeschlossen.

Die Angriffe seien ungerechtfertigt und hätten sich gegen zivile Ziele gerichtet, hieß es. Die USA und ihre Partner bekräftigen in der Erklärung ihren Zusammenhalt und pochen auf ihr Recht, sich und ihr Territorium zu verteidigen.

Julia Daniel

Iran schließt Verhandlungen mit den USA aus 

Der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani schließt Verhandlungen mit den USA aus. Teheran werde nicht mit Washington verhandeln, erklärte Laridschani am Montag auf der Plattform X. Er reagierte damit auf einen Bericht, wonach Iran versuche, die Verhandlungen wiederzubeleben. 

Omans Außenminister Badr al-Bussaidi sprach nach den Gesprächen auf X von „bedeutenden Fortschritten“ in den Verhandlungen. Eigentlich sollte es in Wien Gespräche auf technischer Ebene geben. Dazu wird es nun allem Anschein nach nicht mehr kommen. Denn trotz der laufenden Verhandlungen griffen die USA gemeinsam mit Israel Iran am Samstagmorgen an.

USA: Binnen 24 Stunden 1000 Ziele in Iran angegriffen

Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden seiner Angriffe in Iran nach eigenen Angaben mehr als 1000 Ziele angegriffen. Dazu gehörten unter anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Luftabwehrsysteme, Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen, Kommandozentren sowie Stellungen mit ballistischen Raketen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des Militärs (Centcom) mit.

Es gehe bei den Angriffen darum, Irans Sicherheitsapparat unbrauchbar zu machen. Höchste Priorität werde Zielen eingeräumt, die eine unmittelbare Bedrohung darstellten, erklärte Centcom. Die Bilanz auf der Webseite des US-Militärs bezog sich auf die ersten 24 Stunden der Angriffe, also bis einschließlich Sonntagmorgen. Seither gab es zahlreiche weitere Angriffe durch das israelische und das amerikanische Militär.

Bei den Einsätzen der ersten 24 Stunden kamen demnach unter anderem eine ganze Reihe Kampfflugzeuge zum Einsatz (darunter die Typen F-18, F-16, F-22, F-35, A-10) genauso wie Flugzeuge zur Luftraumüberwachung, Tankflugzeuge, Tarnkappenbomber, Drohnen, Flugzeugträger, Zerstörer und U-Boote sowie Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars. Zudem seien Luftabwehrsysteme der Typen Patriot und THAAD im Einsatz gewesen. Letzteres dient vor allem zum Abfangen ballistischer Raketen.

Miliz in Irak: Haben US-Truppen in Bagdad angegriffen

Eine mit Iran verbündete Miliz in Irak hat nach eigenen Angaben einen Stützpunkt der US-Truppen in der Hauptstadt Bagdad angegriffen. Sie habe heute am frühen Morgen den US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens mit einer Drohne angegriffen, teilte Saraja Aulija al-Dam mit. Es handle sich dabei um eine "Vergeltung für den getöteten Anführer Ali Chamenei" und eine "Unterstützung" für Iran. Eine Bestätigung von offizieller irakischer Seite oder vom US-Militär gibt es nicht.

Saraja Aulija al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren in Irak auf sich aufmerksam machte vor allem mit Angriffen auf US-Truppen und -Konvois in Irak. Sie hat Verbindungen zu den sogenannten Volksmobilisierungseinheiten (PMU), einem einflussreichen Netzwerk aus schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele von Iran unterstützt werden und die in Irak großen Einfluss haben.

In Bagdad kam es nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ayatollah Chamenei am Sonntag bereits zu Protesten am Regierungsviertel mit der US-Botschaft. Hunderte versammelten sich am Eingang zur sogenannten Grünen Zone, ehe Sicherheitskräfte die Menge gewaltsam auflösten. Laut Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte dabei Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein. Die US-Botschaft rief Landsleute in Irak zu großer Vorsicht auf.

Urlaub in der Kriegszone: Reisende sitzen in Nahost fest

Die Flugzeuge starten nicht, die Kreuzfahrtschiffe fahren nicht ab, dafür gibt es immer wieder Raketenalarm: Tausende Urlauber aus der ganzen Welt sitzen im Kriegsgebiet in Nahost fest. Wann eine Ausreise für die Betroffenen wieder möglich sein wird, ist laut Außenminister Johann Wadephul derzeit nicht absehbar, wie er der Bild gegenüber sagte. Das dürfte vor allem davon abhängen, wie sich der Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran in den nächsten Tagen entwickelt.

Infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran und dessen Antwort darauf wurde etwa an den Flughäfen von Dubai der Flugverkehr bis auf Weiteres ausgesetzt. Flughäfen und nationale Fluggesellschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben der Generalbehörde für Zivilluftfahrt zufolge bereits rund 20 200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten.

Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt. Außerdem wollen die Vereinigten Arabischen Emirate "alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere" übernehmen, teilte die Behörde mit.

In Saudi-Arabien verkündete das Außenministerium, dass König Salman auf Vorschlag von Kronprinz Mohammed bin Salman die Unterbringung aller im Land gestrandeten Golfstaaten-Bürger an Flughäfen genehmigt habe, bis deren sichere Rückkehr in ihre Heimat möglich sei.

Was der Krieg für den Welthandel und Reisende bedeutet, können Sie in diesem Text nachlesen: 

Israel fordert Bewohner im Süden Libanons zur Flucht auf 

Angesichts der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den beiden Nachbarländern hat die israelische Armee die Bewohner von rund 50 Orten im Süden Libanons zur Flucht aufgefordert. Solche Aufrufe des Militärs deuten in der Regel auf bevorstehende Kampfhandlungen in den betroffenen Gebieten hin. Auf der Plattform X erklärte eine Sprecherin der Armee, die Aktivitäten der Hisbollah-Miliz würden Israel zum Handeln zwingen, man wolle aber der Zivilbevölkerung keinen Schaden zufügen.

Die Bewohner der Orte sollten sich zur Sicherheit in offene Gebiete begeben, mindestens einen Kilometer von den Häusern entfernt. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Elementen, Einrichtungen oder Kämpfern aufhalte, riskiere sein Leben, hieß es weiter.

Israels Armee: Ranghohe Hisbollah-Mitglieder attackiert

Die israelische Armee hat bei nächtlichen Angriffen in der libanesischen Hauptstadt Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz angegriffen. Wie die Armee weiter mitteilte, sei ein weiterer wichtiger "Hisbollah-Terrorist" im Süden des Libanons getroffen worden.

USA informieren Kongress über Angriffe auf Iran

Die US-Regierung hat den Kongress über ihre Militärschläge gegen Iran informiert. Am Sonntag seien zunächst Mitarbeiter von Sicherheitsausschüssen im US-Senat und Repräsentantenhaus über den Angriff unterrichtet worden, teilt Dylan Johnson, ein Sprecher des Weißen Hauses, mit. Für Dienstag sei eine umfassende Unterrichtung aller Abgeordneten und Senatoren durch Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth geplant.

Was will Trump in Iran, fragt Herfried Münkler in einem Gastbeitrag:

Israels Luftwaffe startet neue Angriffswelle in Teheran 

Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran fort. Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das "iranische Terrorregime im Herzen von Teheran" begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht ohne weitere Details mit.

Die Entfernung zwischen der israelischen Stadt Tel Aviv und Teheran beträgt Luftlinie etwa 1600 Kilometer. Der am Samstagmorgen in Koordination mit den verbündeten USA gestartete Einsatz der israelischen Luftwaffe gegen den Erzfeind Iran ist nach Armeeangaben der bisher größte in ihrer Geschichte.

US-Militär setzt gegen Iran Tarnkappenbomber vom "Typ B-2" ein

Bei den Angriffen auf Ziele in Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben auch Tarnkappenbomber vom Typ B-2 eingesetzt. Sie griffen mit gut 900 Kilogramm schweren Bomben Irans besonders gut geschützte Einrichtungen für ballistische Raketen an, wie das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mitteilte. "Kein Land sollte jemals Amerikas Entschlossenheit bezweifeln", hieß es.

Nur das US-Militär verfügt über die Tarnkappenbomber. Die Flugzeuge mit einer Reichweite von bis zu 9600 Kilometern sind regulär auf einem Luftwaffenstützpunkt im US-Bundesstaat Missouri stationiert. Bei einem Einsatz über größere Distanzen müssen sie in der Luft betankt werden. Sie hatten im vergangenen Jahr bei US-Angriffen auf Teherans Atomanlagen massive bunkerbrechende Bomben vom Typ GBU-57 auf unterirdische Ziele in Iran abgeworfen.

Das US-Militär zeigte in seinem X-Post ein Video, das die Bomber am Boden und in der Luft zeigte, machte aber keine Angaben dazu, wo die Szenen aufgenommen wurden. Damit blieb auch unklar, von wo aus die Tarnkappenbomber nun zu ihrem Einsatz gestartet sind.

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