Medizinische Fachangestellte: Entlastung für Hausärzte

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Medizinische FachangestellteEntlastung für Hausärzte

2. März 2026, 15:50 Uhr

In Hausarztpraxen gibt es laut einer Studie großes Entlastungspotenzial durch mehr Aufgabenteilung mit dem Praxispersonal. Die Analyse der Bertelsmann-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass die Hausärzte fast zwei Drittel ihrer Zeit einsparen könnten, indem sie bestimmte Tätigkeiten auf qualifiziertes Fachpersonal übertragen. Insbesondere wiederkehrende Routineaufgaben wie beispielsweise technische Diagnostik vom EKG bis zum Lungenfunktionstest, Kontrollen von chronisch Kranken oder Wundnachsorge könnten von entsprechend weitergebildeten Medizinischen Fachangestellten übernommen werden, schreiben die Experten.

Durch sinnvolle und vom Arzt überwachte Aufgabenteilung im Praxisteam könne der insbesondere schon auf dem Land bestehende Hausärztemangel kompensiert werden - und zwar kurzfristiger als durch neue Ärzte, so die Studienautoren.
Viele der benötigten Fachkräfte seien bereits qualifiziert, andere könnten ihre Kompetenzen durch Fortbildung oder berufsbegleitendes Studium relativ zügig erwerben. Den Prognosen der Experten zufolge ließe sich damit rechnerisch die drohende Lücke von rund 8200 unbesetzten Hausarztsitzen im Jahr 2030 mit rund 12 000 speziell geschulten Praxisassistentinnen und -assistenten abdecken.

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