Bis 2040 müssen die Emissionen in den EU-Mitgliedsstaaten formal um 90 Prozent gegenüber 1990 sinken. Eine EU-Vorgabe lässt den Staaten aber eine Hintertür offen.
5. März 2026, 16:13 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, epd, lk
Die EU-Mitgliedstaaten haben das Klimaziel für 2040 final beschlossen. Demnach sollen die Treibhausgasemissionen der Staatengemeinschaft bis 2040 formal um 90 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 sinken. Ab 2036 können allerdings bis zu fünf Prozentpunkte der angestrebten Reduktion durch den Kauf internationaler Klimazertifikate erreicht werden. Effektiv müssen die Staaten ihre eigenen Emissionen also nur um 85 Prozent senken.
EU-Kommission, Parlament und Mitgliedstaaten hatten sich nach stundenlangen Verhandlungen kurz vor Beginn der 30. Weltklimakonferenz im vergangenen November auf den Kompromiss verständigt. Ursprünglich hatte die EU-Kommission eine Emissionssenkung um 90 Prozent bei einem Anteil von maximal drei Prozent an Zertifikaten aus Drittstaaten vorgeschlagen.
Bislang fehlte zwischen dem Ziel für das Jahr 2030 und dem Klimaneutralitätsziel für 2050 ein verbindliches Zwischenziel. Das EU-Klimagesetz schrieb zwar vor, dass ein solches für 2040 festgelegt werden muss; die konkrete Zahl war jedoch offen geblieben.
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