Sängerin kritisiert TikTok-Video »Widerlich« – Kesha wehrt sich gegen Nutzung ihrer Musik durch Trumps Team
Das Weiße Haus unterlegt ein TikTok-Video voller Kriegsbilder mit Keshas Song »Blow«. Die Musikerin zeigt sich empört und greift zu drastischen Worten.
03.03.2026, 16.41 Uhr
Sängerin Kesha im August 2024
Foto: Aurea Del Rosario / APDie Sonne geht auf, am Himmel fliegen Kampfjets, dann wird eine Rakete abgefeuert und trifft ein Kriegsschiff, genau in dem Moment, als der Refrain von Keshas Song »Blow« im Hintergrund einsetzt: »This place about to blow«, auf Deutsch etwa »Der Laden fliegt gleich in die Luft.« Das Weiße Haus hat ein Video mit diesem Inhalt auf TikTok gepostet – und das offenbar mal wieder, ohne bei der Künstlerin um Erlaubnis gefragt zu haben.
»Es ist mir zu Ohren gekommen, dass das Weiße Haus einen meiner Songs auf TikTok verwendet hat, um Gewalt zu schüren und mit Krieg zu drohen«, schrieb Kesha nun zu dem einige Tage alten Clip empört in sozialen Medien. »Krieg ins Lächerliche zu ziehen, ist widerlich und unmenschlich. Ich stimme absolut NICHT zu, dass meine Musik dazu genutzt wird, jegliche Art von Gewalt zu bewerben«, heißt es in einer aktuellen Instagram-Story.
»Liebe sticht Hass immer aus«
»Love always trumps hate«, fügte sie hinzu, ein Wortspiel mit dem Namen des US-Präsidenten – »Liebe sticht Hass immer aus.« Weiter hieß es in der Stellungnahme: »Bitte liebt euch selbst und einander in Zeiten wie diesen. Diese zur Schau gestellte Gleichgültigkeit gegenüber Menschenleben – und ganz offen gesagt dieser Angriff auf unser aller Nervensystem – ist das genaue Gegenteil von dem, wofür ich stehe.«
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Abschließend erwähnte Kesha den US-Präsidenten auch explizit: »Lasst euch nicht von der Tatsache ablenken, dass der kriminelle Sexualstraftäter Donald Trump mehr als eine Million Mal in den Akten auftaucht.« Gemeint sind die Epstein-Files, die bis heute nicht vollständig veröffentlicht wurden – womöglich, weil das US-Justizministerium Dokumente, die Trump weiter belasten könnten, zurückhält.
Kesha ist nicht die einzige Künstlerin, die sich gegen die Verwendung ihrer Musik durch Trumps Team wehrt: Die britische Rockband Radiohead hatte die US-Einwanderungsbehörde ICE mit deutlichen Worten aufgefordert, ein mit Musik der Gruppe unterlegtes Video von ihren Kanälen zu entfernen. »Wir verlangen, dass die Amateure, die den Social-Media-Account von ICE verwalten, diesen löschen«, heißt es in einer Stellungnahme der Band – »Go fuck yourselves«. Mehr dazu lesen Sie hier.

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