"Wie bei Delcy in Venezuela" – Präsident Trump will bei der Auswahl des obersten Führers im Iran mitmischen. Er verglich die Situation mit dem US-Vorgehen in Venezuela.
5. März 2026, 19:26 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, lgi
Die USA werden nach Darstellung von Präsident Donald Trump an der Auswahl des nächsten obersten Führers des Iran beteiligt sein. "Ich muss in die Ernennung involviert sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela", zitierte ihn das Nachrichtenportal Axios.
Nach der Tötung des geistigen und politischen Führers Ajatollah Ali Chamenei gibt es ein Machtvakuum im Iran. Die Regelung der Nachfolge stehe noch am Anfang, sagte Trump der Nachrichtenagentur Reuters. Es müsse jemand sein, "der großartig für das Land, großartig für das Volk" des Irans sei. Dass Chameneis Sohn Modschtaba das Amt übernehme, bezeichnete der US-Präsident als sehr unwahrscheinlich.
Zuvor hatte die US-Regierung öffentlich
bestritten, einen Machtwechsel im Iran zu verfolgen. Stattdessen sollten
die Marine und das Raketenprogramm des Landes zerstört werden, sagte
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.
Trump äußerte sich zudem zu den Auswirkungen des Krieges auf die Ölmärkte. Die Benzinpreise seien bislang nicht stark gestiegen, sagte der US-Präsident. Die für den Welthandel strategisch wichtige Straße von Hormus werde man offen halten.
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