Israels Regierungschef geht von Gefechten "für einige Zeit" aus. US-Präsident Trump kündigt Vergeltung für Drohnenangriff auf US-Botschaft in Saudi-Arabien an. Die Nacht
3. März 2026, 6:58 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa, AFP, vsp
Übersicht:
Netanjahu schließt "endlosen Krieg" aus
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu rechnet nicht mit einem "endlosen Krieg" im Nahen Osten. Der Einsatz werde "eine schnelle und entschlossene Aktion" sein, sagte Netanjahu in einem Interview mit dem US-Sender Fox News am Montag (Ortszeit). Später räumte er ein, dass die Gefechte länger dauern könnten: "Es kann einige Zeit dauern, aber es wird keine Jahre dauern." US-Präsident Donald Trump hatte am Montag gesagt, die Angriffe auf den Iran könnten vier bis fünf Wochen laufen.
Drohnen treffen US-Botschaft in Riad
Die US-Botschaft in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad ist nach Angaben der saudischen Regierung von zwei Drohnen getroffen worden. Es sei ein "begrenztes Feuer" ausgebrochen, aber nur geringer Sachschaden entstanden, schrieb ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf X. Die US-Botschaft bestätigte einen "Angriff". Die Nachrichtenagenturen AFP und Reuters melden Flammen und Rauchwolken am Botschaftsgebäude. US-Präsident Donald Trump drohte im US-Sender NewsNation mit Vergeltung.
Hier lesen Sie mehr zum Angriff auf die US-Botschaft in Saudi-Arabien.
US-Vizepräsident JD Vance nennt Machtwechsel im Iran zweitrangig
Laut US-Vizepräsident JD Vance geht es Präsident Donald Trump im Iran nicht vorrangig um einen Machtwechsel im Iran. In einer "perfekten Welt" würden die USA es begrüßen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte Vance dem US-Sender Fox News. Trumps vorrangiges Ziel sei, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere, sagte Vance.
Hier lesen Sie mehr zur Aussage von JD Vance.
Rubio droht mit härteren Angriffen auf den Iran
US-Außenminister Marco Rubio hat noch heftigere Angriffe gegen den Iran angekündigt. "Die härtesten Schläge des US-Militärs werden noch kommen", sagte Rubio. "Die nächste Phase wird den Iran noch härter treffen als die jetzige." Ziel sei "die Zerstörung ihrer ballistischen Raketenfähigkeiten". Außerdem gelte es sicherzustellen, dass der Iran diese Fähigkeiten nicht wieder aufbauen könne "und dass sie sich nicht dahinter verstecken können, um ein Atomprogramm zu haben", sagte Rubio. Die USA würden ihre Angriffe so lange fortsetzen "wie es dauert, um diese Ziele zu erreichen", sagt Rubio.
Israel fliegt weitere Angriffe gegen Iran und Libanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben weitere Angriffe auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Dabei sei auch die Zentrale des iranischen Staatsrundfunks Irib getroffen worden. Irib bestätigte zwei Explosionen nahe seiner Zentrale. Der Sendebetrieb laufe jedoch weiter. Zudem setzte Israel Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon fort.
Revolutionsgarden wollen Ölpreis auf 200 US-Dollar treiben
Laut einem General der iranischen Revolutionsgarde dient Irans gezielte Ölblockade in der Straße von Hormus dazu, den Rohstoffmarkt zu stören. In einem Post auf dem Telegram-Kanal der Elitestreitkräfte droht General Sardar Dschabbari, der Iran werde jedes Schiff verbrennen, das die Meerenge zu passieren versuche. Zudem würde die Revolutionsgarde auch Ölpipelines angreifen "und nicht zulassen, dass auch nur ein Tropfen Öl die Region verlässt". Dschabbari prognostiziert: "Der Ölpreis wird in den kommenden Tagen 200 Dollar erreichen."
Hier lesen Sie mehr zur Lage in der Schifffahrtsstraße von Hormus.
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