Der Präsident Aserbaidschans hat das Militär des Landes in Einsatzbereitschaft versetzt. Zuvor soll es einen iranischen Drohnenangriff auf eine Exklave gegeben haben.
5. März 2026, 15:26 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, AP, lgi
Nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff des Irans hat Aserbaidschan seine Armee in Einsatzbereitschaft versetzt. Den Befehl dafür gab Präsident Ilham Aliyev, wie die staatliche Nachrichtenagentur Azertag meldete. Zuvor hatten nach Angaben Aserbaidschans zwei iranische Drohnen die Exklave Nachitschewan getroffen. Eine Drohne sei nahe dem örtlichen Flughafen eingeschlagen, eine weitere nahe einer Schule. Der Iran bestritt eine Verantwortung für den Angriff.
Als Reaktion rief Aserbaidschan den nationalen Sicherheitsrat zusammen. Die Armee solle zu jeder Art Einsatz bereit
sein, sagte Präsident Aliyev. Der Staat Aserbaidschan
verurteile den "abscheulichen Terrorakt", hieß es von Aliyevs Präsidialamt. Der Iran müsse Auskunft geben, die
Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Aserbaidschan
beteilige sich nicht an Operationen gegen den Iran. Es schütze aber
seine territoriale Integrität und werde sie weiter schützen.
Die autonome Exklave Nachitschewan ist vom Kernland Aserbaidschans getrennt, das Gebiet grenzt an Armenien, den Iran und die Türkei. Die USA und Israel führen seit Tagen mit Luftangriffen Krieg gegen Iran. Der Iran hat als Reaktion zahlreiche Staaten in der Region beschossen, wobei die eng verbündeten Nachbarn Aserbaidschan und Türkei zunächst ausgenommen waren.
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