Blender: iPad-Version offenbar zunächst zurückgestellt

vor 2 Tage 5

Wann gibt es eine iPad-Version der populären Open-Source-3D-Gestaltungssoftware Blender? Offenbar nicht so bald. Trotz der großen Ankündigung einer eigenen Version für Apple-Tablets im vergangenen Sommer ist diese bislang nicht erschienen. m Issue-Tracker auf GitHub ist in einem kürzlich aktualisierten Eintrag nachzulesen, dass das Projekt bis auf Weiteres gestoppt sei: „This project is on hold until further notice." Gründe dafür wurden nicht genannt.

Die Blender-Foundation hatte im Juli 2025 angekündigt, eine iPad-Version der Software umzusetzen, die spezifisch auf Apple-Tablets angepasst ist. Dabei sollte auch die Verwendung des Apple Pencil zum „Anfassen“ der digitalen Werkstoffe implementiert werden – also eine Bedienung über Maus und Keyboard hinaus möglich werden. Die Apple-Tablets mit Apple-Silicon-M-Chips – zuletzt kam das iPad Pro M5 heraus – sollten es möglich machen. Blender sollte mit voller Leistung auf die Geräte kommen. Gleichzeitig wurde auch eine Android-Version für die Zukunft angekündigt.

Seither ging es in einigen Schritten voran. Ziel war unter anderem, eine Test-Flight-Variante herzustellen, auch um Feedback von Apple zur Technischen Umsetzbarkeit zu erhalten. Dann wollte man das iPad Pro direkt „als Laptop“ adressieren – mit Magic Keyboard und Tastatur und Trackpad. In einem weiteren Schritt war dann der Pencil-Support sowie eine native Integration geplant. Im Issue Tracker findet sich danach nicht mehr viel – die letzten Einträge, bis auf den Status, sind acht Monate alt.

Ein Entwickler teilte in einem Kommentar mit, das Team wolle sich nun zunächst auf die Android-Version konzentrieren, obwohl diese zunächst eigentlich nach der iPad-Variante kommen sollte. Welche Gründe das hat, ist unklar. Die Blender Foundation hatte die App auf der Siggraph im August 2025 in einer Prototypvariante gezeigt. Die Anwendung steht in einer macOS-Version 5.0.1 für Apple-Silicon-Maschinen bereit. Diese ließe sich vermutlich als Ausgangsbasis für die iPad-Variante verwenden. „Komplett tot“ soll das Projekt zumindest nicht sein.

Für Apple ist es wichtig, mehr Profi-Apps aufs iPad zu holen. Der Konzern hatte iPadOS nach und nach Fenster- und stärker Multitasking-fähig gemacht und seine eigenen Programme angepasst, etwa Logic und Final Cut. Blender wäre ein wichtiges Zeichen für die Plattform.

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(bsc)

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