Berlin: FDP-Vize Sebastian Czaja tritt aus Partei aus und will CDU unterstützen

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Der stellvertretende FDP-Landeschef in Berlin, Sebastian Czaja verlässt seine Partei, um die CDU zu unterstützen. Er wolle im Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl ein »bürgerliches Lager« formen, das sich hinter den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) stelle, sagte Czaja der »Bild«.

»Ich habe sehr lange mit mir gerungen«, sagte Czaja der Zeitung. Es gehe mehr als nur um die Frage, ob man als Spitzenkandidat vier oder fünf Prozent an der Wahlurne erringe. »Die Frage ist, wer kriegt den Regierungsauftrag.«

Czaja will Linke-Wahlsieg in Berlin verhindern

Czaja hatte die FDP bei drei Abgeordnetenhauswahlen als Spitzenkandidat angeführt. Von 2016 an war er auch Fraktionschef, bis die Liberalen bei der Wiederholungswahl 2023 die Fünfprozenthürde verpassten. Der 42-Jährige erklärte, er sei auch mit einigen Dingen, die Wegner in der Stadt zu verantworten habe, nicht zufrieden. Aber es gehe bei der anstehenden Wahl um »Richtungsentscheidungen für Berlin«. Der CDU, der mit dem ehemaligen Generalsekretär Mario Czaja auch sein Bruder angehört, beabsichtigt er nach eigener Aussage nicht beizutreten.

»Es besteht die Gefahr, dass eine radikalisierte Linkspartei Führungsverantwortung übernimmt«, erklärte der 42-Jährige. »Und da muss man sich eben die Frage stellen: Ist es nicht besser, ein bürgerliches Lager zu formen, zu unterstützen und das als engagierter Bürger zu tun? Und das will ich tun.«

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