Urlaub: Nachhaltigkeit bei Airbnb und ungewöhnliche Hotelzimmer

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Wo zieht es Sie als nächstes hin? Hoffentlich in eine Unterkunft ohne Glastür zum Bad!
Wo zieht es Sie als nächstes hin? Hoffentlich in eine Unterkunft ohne Glastür zum Bad!

Wo zieht es Sie als nächstes hin? Hoffentlich in eine Unterkunft ohne Glastür zum Bad!

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Laoshi / Getty Images / iStockphoto

Der März bringt traditionell die ersten wärmeren Sonnenstrahlen, Krokusse – und Zehntausende Reiseanbieter aus der ganzen Welt nach Berlin, die sich bei der weltweit größten Reisemesse, der ITB, präsentieren. Für Reiseredakteure ein Pflichttermin. Normalerweise versprühen stahlgraue Messehallen nicht unbedingt Lebenslust und Abenteuer. Aber wenn man sich zwischen den riesigen LED-Panels bewegt, die den peruanischen Regenwald um einen herum projizieren, wenn man sich im Vorbeigehen Snacks aus Kasachstan mitnehmen und tschechische Glasschneidekunst ansehen kann, dann kann man schon ein bisschen Fernweh bekommen.

Wobei sich auch die Profis immer stärker mit der Frage beschäftigen: Wie kann Tourismus nachhaltiger werden? Wie gehen wir mit dem ökologischen Schaden um, den Tourismus verursacht? Wie können wir sicherstellen, dass die einheimische Bevölkerung nicht völlig genervt von den Reisenden ist?

Meine Lesetipps:

  • Unter anderem darüber haben meine Kollegen Julia Stanek und Thomas Schulz mit einem der Gründer von Airbnb gesprochen. Airbnb und seine Konkurrenten haben für viele den Ruf, beliebte Städte für ihre Bewohner unbezahl- und ungenießbar zu machen. Nathan Blecharczyk glaubt daran, dass Airbnb die »Superpower hat, Touristen stärker zu verteilen«. Wie er darauf kommt und warum er eine neue Lust auf Landurlaub feststellt, lesen Sie hier .

  • Ob für Sommer- oder Winterurlauber: Wer verstehen will, wie sich die Alpen aufgetürmt haben, kann im Schweizer »Unesco Welterbe Tektonikarena Sardona« wandern und lernen. Und nicht nur das: Die Seilbahn vor Ort wird es wahrscheinlich auch nie mehr geben. Denn hier können Gäste sich individuell Gondeln bestellen und ihr Ziel selbst bestimmen. »Seiltaxi« würde das vor Ort genannt, schreibt Florian Sanktjohanser. Den ganzen Text darüber, wie sich die Region ökologisch neu erfindet, lesen Sie hier .

  • Wer in der Alltagssprache behauptet, »von einer Lawine überrollt« worden zu sein, meint damit meist: Etwas Unvorhersehbares ist über mich hereingebrochen. Die richtigen Schneemassen könne man hingegen oft vorhersehen, sagt Bergsportexperte Jörg Randl. Warum seiner Meinung nach »das Problem bei Lawinen meist der Faktor Mensch« ist, lesen Sie hier .

Hingucker – das Bilderrätsel

Wissen Sie, wo Europas »südlichster Fjord« liegt? Die Auflösung finden Sie am Ende des Newsletters.

 Ein Bild zum Rätseln

Hingucker: Ein Bild zum Rätseln

Foto:

Ulderico Granger / Cavan Images / IMAGO

Hotelzimmer aus der Hölle

Ein weiteres Rätsel, das sich auf Reisen immer wieder stellt, ist: Wer hat eigentlich diesen Raum gestaltet? Geradezu ein Klassiker sind mittlerweile Hotelzimmer, die entweder gar keine Tür zum Badezimmer haben – oder Wände aus Glas. Wer mit Eltern, Kolleginnen oder Freunden unterwegs ist oder gar junge Liebe erlebt, hofft normalerweise auf keinen direkten Blickkontakt beim Toilettengang. Das Phänomen ging einer Frau in den USA so sehr auf die Nerven, dass sie die Initiative »Bring Back Doors« – zu Deutsch »bringt Türen zurück« – ins Leben gerufen hat. Auf der Webseite  sammelt sie Hinweise auf Hotels ohne Badezimmer-Privatsphäre. Und solche, die garantiert mit Türen ausgestattet sind.

Haben Sie auch schon Hotelzimmer erlebt, deren Design Sie fassungslos gemacht hat? Dann freuen wir uns über eine Mail, gern auch mit Fotos, an reise.leserpost@spiegel.de . Betreff: »Hotelzimmer aus der Hölle«. Einige Ihrer Antworten werden wir in den folgenden Newslettern veröffentlichen.

Hier gibt es Futter – für Kopf und Bauch

Reisebücher und gutes Essen machen satt und glücklich. An dieser Stelle haben wir zweierlei für Sie:

Für den Kopf: 2017 machen sich die Schwestern Julia und Lisa Hermes auf eine große Suche: Gemeinsam reisen sie durch die Welt, um Gemeinden mit alternativen Lebensmodellen kennenzulernen. Ob in Frankreich, Trinidad und Tobago oder Chile, stets sind sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, wandern oder trampen. Sie beschreiben, was es bedeutet, sich auf Abenteuer einzulassen – zum Beispiel, wie es sich anfühlt, auf eine Genehmigung zu warten, um mit einem Kanu den Amazonas runterzupaddeln und immer wieder vertröstet zu werden. Oder wenn man in Patagonien nicht weiß, ob man sich nicht doch dieses Mal wirklich übernommen hat mit einer Wanderung und vielleicht nicht mehr rechtzeitig einen Weg zu anderen Menschen findet. Absolut lesenswert.

Für den Bauch: Manchmal muss es schnell gehen. Aber »Fast Food« muss nicht ungesund sein und kann einen noch dazu gedanklich in andere Länder versetzen. Zum Beispiel nach Korea. »Dieses Rezept esse ich seit mindestens fünf Jahren regelmäßig, weil es mit bloß einer Gurke und einer Handvoll Soßen aus dem Kühlschrank in Windeseile fertig ist«, schreibt mein Kollege Sebastian Maas. »Oi Sobagi« ist in Korea eine von vielen Beilagen, die zu fast jeder Mahlzeit einfach dazu gehören. Maas macht die Nebensache kurzerhand zum Hauptgang. Das Rezept gibt es hier.

Das war was – Reisepannen, die in Erinnerung bleiben

Mehr noch als die beeindruckenden Ruinen oder weiten Strände behält man oft im Kopf, was auf dem Weg gründlich danebenging. Welche »Das darf doch wohl nicht wahr sein«-Situation hatten Sie unterwegs zu meistern? Schreiben Sie uns an: reise.leserpost@spiegel.de . Betreff: »Reisepannen«. Einige Ihrer Antworten werden wir in den folgenden Newslettern veröffentlichen.

Alles eingepackt?

Alles eingepackt?

Foto:

Gudella via -images.de / Panthermedia / IMAGO

»Unsere peinlichste Reisepanne hatten wir auf unserer fast schon traditionellen Tour zum Ijsselmeer. Als wir dort zu Pfingsten mit dem vollgepackten Auto und der ganzen Familie ankamen, packten wir zusammen das Auto aus. Wir hatten alles dabei, vom Campingkocher bis zur Surf-Ausrüstung. Irgendwann fragte einer von uns: Wo ist eigentlich das Zelt? Das wichtigste Utensil, das zum Camping benötigt wird, hatten wir vergessen. Zum Glück konnten wir im kleinen Supermarkt ein kleines Zelt für rund 20€ kaufen, in das wir uns für die vier Tage, die wir dort verbrachten, zu viert reinzwängten.

Der Kurzurlaub wird uns lange in Erinnerung bleiben.«

Olaf Schier, SPIEGEL-Leser

Egal, ob Sie den Frühlingsanfang im Schnee, in der Sonne oder im Nieselregen verbringen: Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren März!

Ihre Franziska Bulban

*Auflösung des Bilderrätsels:

Die Bucht von Kotor befindet sich in Montenegro.

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